Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Baden-Baden

ADFC-Demo setzt Zeichen für sichere Rheinübergänge

Radfahrende wollen sicher und verlässlich über den Rhein. Das war die zentrale Botschaft des ADFC auf der Kundgebung an der Staustufe Iffezheim.

ADFC fordert sicheren Rheinübergang
Zahlreiche Radfahrende forderten auch 2026 sichere undverlässliche Rheinübergänge und "Mehr Platz fürs Rad" © ADFC | Robert Stephan

Seit 2014 demonstriert der Kreisverband Baden-Baden·Bühl·Rastatt für eine sichere Verbindung für Rad- und Fußverkehr zwischen Deutschland und Frankreich. Denn damals wurde die Überfahrt über die Staustufe für diese Verkehrsteilnehmer gesperrt. 

Laut Regierungspräsidium haben „Fachstellen auf beiden Seiten des Rheins pragmatische Vorschläge unterbreitet, die eine Perspektive für eine nachhaltige Lösung für alle Verkehrsträger eröffnen.“ Leider wurde der im Februar angekündigte Endbericht bisher noch nicht veröffentlicht. Und so blieben die Aussagen über die Zukunft des Radverkehrs vage.

Als Redner erkannte Manuel Hummel, "Das Recht auf kurze Wege und Leichtigkeit des Verkehrs scheint für die Radfahrenden nicht zu gelten." Er forderte "Wir können und wir wollen nicht auf die große Lösung (B500, Bahnbrücke) warten. Die RadfahrerInnen brauchen JETZT eine Querungsmöglichkeit, die keine Gefahr für Leib und Leben darstellt, die nicht nur für die Mutigen und Fitten geeignet ist, die kurzum einfach attraktiv ist." 

RadfahrerInnen brauchen JETZT eine Querungsmöglichkeit, die keine Gefahr für Leib und Leben darstellt.

Manuel Hummel (MdL)

Über 50 Radfahrende folgten dem Aufruf des ADFC, nach einer Verkehrsregelung durch die Polizei einmal über die sonst für Radverkehr gesperrte Staustufe nach Frankreich zu radeln. Die Tour führte weiter über die Brücke Wintersdorf. Dort ist die Fahrbahn recht eng, was Autofahrer zu riskanten Überholmanövern verleitet. Der Belag mit Schienen und Kanaldeckeln ist für Radfahrende recht gefährlich. 

Fähre ist keine zuverlässige Verbindung

Anschließend fuhren einige Teilnehmer zum Abschlussessen am Rhein bei der Fähre Plittersdorf - Seltz. Diese stellt keine zuverlässige Verbindung dar, weil sie bei Nacht und Nebel sowie Hoch- oder Niedrigwasser nicht fährt. Deshalb fuhr auch der Bürgermeister von Roeschwoog, Michel Lorentz, mit und unterstützte die regelmäßige Erinnerung des ADFC, dass wir  nicht nachlassen dürfen, eine Brücke für die Menschen der Region zu fordern.

„Am Rhein endet Europa nicht. Gerade hier muss nachhaltige Mobilität selbstverständlich sein – sicher für Kinder, Pendel- und Freizeitverkehr, zu Fuß und auf dem Rad“, fordert der ADFC.


Hier der Link zum Video der Demo-Fahrt über die ansonsten für Radfahrende gesperrte Staustufe Iffezheim:
https://www.youtube.com/watch?v=iwH5sQVsyxQ


https://baden-baden.adfc.de/neuigkeit/adfc-demo-setzt-zeichen-fuer-sichere-rheinuebergaenge

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