Verkehrsversuch an der Kreuzung Reinhold-Frank-Straße/Hoffstraße
Die Stadtverwaltung versucht, die Kreuzung fahrradfreundlicher zu gestalten und einen Unfallschwerpunkt zu entschärfen. Ob es ihr so gelingt, wird man sehen.

An der Kreuzung von Reinhold-Frank-Straße, Hoffstraße und Bismarckstraße führt die Stadtverwaltung einen neuen Verkehrsversuch durch. Die Kreuzung ist seit Jahren ein Unfallschwerpunkt für Radfahrende.
Dort kreuzt die Fahrradstraßen-Achse Südliche Hildapromenade–Bismarckstraße die Reinhold-Frank-Straße. Da die Kreuzung keine Ampel hat, benutzen die meisten Radfahrende den benachbarten Zebrastreifen, um eine Lücke im dichten Verkehr zu finden. Gerade sie sind es, die bei vielen Unfällen beteiligt sind – gerade weil sie dazu die Radwege kurzzeitig als Geisterradler benutzen.
Bei einer Verkehrsschau am 8. Mai 2023 schlugen wir vor, die vorhandenen Mittelinseln (nördlich und südlich der Kreuzung) miteinander zu verbinden. Radfahrende könnten sich dann auf dieser langen Mittelinsel geschützt aufstellen. Die lange Insel sollte durch Poller gesichert werden, damit der Autoverkehr sie nicht überfahren kann.
Es freut uns, dass man nach Jahren des Zusehens sich nun der Entschärfung dieser Kreuzung widmet. Provisorische Lösungen mit Pollern und Leitbaken wurden von der Dezernatsleitung bis vor Kurzem abgelehnt. Man wollte lieber gute, dauerhafte Lösungen haben. Vielleicht hat der Blick in die leere Stadtkasse nun zu einem Sinneswandel geführt, weil ein Umbau der Kreuzung und damit eine Reduzierung der Unfallzahlen sonst nicht mehr erreichbar gewesen wäre?